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Daenet | October 13, 2026

Jenseits von Vibe Coding: Warum Spezifikationen wieder wichtiger werden

Video-Poster zum Thema Vibe Coding und Spezifikationen

Jenseits von Vibe Coding: Warum Spezifikationen wieder wichtiger werden

Der Begriff Vibe Coding klingt verführerisch. Er verspricht Softwareentwicklung per natürlicher Sprache, schnell, intuitiv und scheinbar ohne Reibung. Doch je weiter Unternehmen ihre KI-Experimente in reale Entwicklungsprozesse tragen, desto klarer werden die Grenzen dieses Ansatzes.

Daenet formuliert diese Beobachtung bemerkenswert offen. Freie Anweisungen allein führen nicht automatisch zu belastbarem Code. Stattdessen entstehen häufig unnötige Komplexität, übergroße Codebasen, hoher Tokenverbrauch und zusätzlicher Prüfaufwand. Die Produktivität, die anfangs gewonnen scheint, wird später an anderer Stelle wieder aufgezehrt.

Gerade deshalb gewinnt ein spezifikationsbasierter Ansatz an Gewicht. Wenn Anforderungen sauber formuliert, Schnittstellen klar definiert und Qualitätsmaßstäbe vorab festgelegt werden, wird KI vom Zufallsgenerator zum Werkzeug. Die entscheidende Frage lautet dann nicht mehr, ob ein Modell Code erzeugen kann, sondern ob der Entwicklungsprozess so aufgebaut ist, dass daraus wartbare Software entsteht.

Für die Branche ist das ein wichtiges Signal. KI verändert die Softwareentwicklung tiefgreifend, aber nicht, indem sie Disziplin überflüssig macht. Im Gegenteil: Sie erhöht den Wert guter Spezifikationen, sauberer Reviews und technischer Führung. Genau dort dürfte sich der Unterschied zwischen kurzfristigem Effekt und nachhaltigem Fortschritt entscheiden.

Quelle: Originaler LinkedIn-Beitrag